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Tips und Hinweise zur Gestaltung von Internet-Auftritten

Banner-Werbung und Popup-Fenster

Es werden immer häufiger WEB-Sites veröffentlicht, deren Angebote mit sogenannten Bannern, Werbebändern oder Firmeninformationen in Verbindung mit zusätzlichen Popup-Fenstern verknüpft sind. Gerade unter dem Deckmantel angeblicher kostenloser Dienste stehen viele Leistungen nur zur Verfügung, sofern auf bestimmte Werbeeinblendungen zurückgegriffen wird. Letztlich sollte man sich schon darüber im Klaren sein, dass selten eine Dienstleistung geschenkt wird. Die Entlastung des Geldbeutels ist in vielen Fällen mit anderen Zugeständnissen verbunden, indem man z.B. zur Verbreitung von Werbung beiträgt.

Mit welchen Widrigkeiten müssen sich Sehgeschädigte auseinandersetzen, die mit Werbebannern und Popup-Fenstern verknüpfte Seiten auslesen wollen?

Es wird leider nicht nur die ursprüngliche Wunschseite geöffnet, sondern es entsteht ein 2. Fenster mit dem Banner oder einer Anbieterinformation. Da man als Blinder zur besseren Übersicht im Vollbildmodus arbeiten muß, und die Bannerseite bzw. das Popup-Fenster zur aktuellen Task zugeordnet wird, unterliegt man der Täuschung, dass die Werbung den ursprünglich aufgerufenen Informationen entspricht. Voreilige Schlüsse, eine unzureichende Information abgerufen zu haben, kann die Folge sein. Orientierungsprobleme können in diesem Zusammenhang grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Eine notwendige Reaktion besteht darin, mit der Tastenkombination "Alt+Tab" eine Task zurückzuschalten. Dort findet man im Normalfall die eigentliche Wunschseite. Zum Schluß sollte noch darauf geachtet werden, die mittels des Banners oder Popup-Fensters generierte Task zu schließen.

In letzter Zeit macht sich in diesem Zusammenhang eine neue, zusätzliche Praktik unangenehm bemerkbar. Es gibt Anbieter, die ihre Abnehmer verpflichten, im Rahmen einer Internetpräsentation in einem bestimmten Zeitraum unterschiedliche Banner zu zeigen. Diese Option realisiert man in der Form, indem in regelmäßigen Zeitabständen die Seite mittels "Refresh" neu aufgebaut wird. Durch diesen Neuaufbau wird ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Bannern erzwungen.

Diese Maßnahme, die auch Banner-Rotation genannt wird, führt beim Leser einer Seite permanent zu neuen Ladevorgängen, obwohl der Nutzer lesend keine technische Aktion einleitet. Da nach jedem Laden einer Seite ein Screenreader den Lesevorgang vom Anfang des Dokumentes beginnt, hat ein blinder Internetnutzer in diesem Zusammenhang keine Chance, den Informationsinhalt vollständig zu erfassen. Stellen Sie sich vor, ein Buch oder einen Zeitungsartikel lesen zu wollen. Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihnen in kurzen Zeitabständen das Schriftstück verbunden mit dem Zwang, erneut vom Anfang an zu lesen, kurzfristig aus der Hand reißt?

Aufgrund dieser Umstände bitte ich alle WEB-Designer, mit dem automatischen "Refresh" sorgfältig umzugehen. Kein Mensch lädt sich eine Internet-Seite und läßt diese minutenlang auf dem Bildschirm stehen. Vielmehr sucht man sich Links aus, um auf Folgeseiten des Angebotes zu verzweigen. Im Rahmen jedes neuen Ladevorganges, der vom Leser veranlaßt wird, besteht genug Gelegenheit zum Bannerwechsel.

1999 © Copyright by Matthias Hänel, Norderstedt
Letzte Änderung 20.10.2005