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Windows-Zugang für Blinde

ACCESSIBILITY der Anwendungssoftware

Einführung

Diese Fragestellung erinnert an das Thema der WEB-Gestaltung. Auch bei lokal eingesetzter Software ist es wichtig, daß durch unbedachte Bildschirmgestaltung der Zugang zu wichtiger Software nicht verbaut wird. Die Nutzung von Anwendersoftware erleichtert viele Funktionalitäten im Alltag oder ist sogar die Voraussetzung eines Arbeitsplatzes. Deshalb sollte die folgende Aufstellung im Rahmen einer Softwarekonzeption nicht vernachlässigt werden:

Wichtige öffentliche Dokumentationen

Microsoft verfügt über ein Portal, in dem nützliche Informationen zur Programmierung aufzufinden sind. Das betrifft nicht nur Vorgaben zur Codierung der Schnittstellen (GUI: Graphic User Interface) sondern auch die Nutzung von Werkzeugen, die überprüfen, ob entwickelte Software barrierefrei ist, und wo ggf. Korrekturen vorgenommen werden müssen.
Accessibility Portal von Microsoft

Darüber hinaus findet man bei WIKIPEDIA eine Fülle von Informationen, die jedoch auch in englischer Sprache verfaßt sind.

Probleme im einzelnen

Nun könnte man meinen, dass jeder Programmierer die Chance nutzt, auf die hier verwiesenen Informationen zuzugreifen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten sozusagen in den Quelltexten der zu entwickelnden Programme beispielsweise in C++ oder DELPHI einfließen. Theoretisch ist das auch denkbar, die Barrierefreiheit der Software wäre somit sichergestellt.

Die Praxis lehrt uns jedoch anderes! Viele Entwickler schreiben nämlich kein natives C++ oder DELPHI mehr sondern greifen auf sogenannte Entwicklungstools oder Programmierungsgeneratoren zurück. In einer Art Baukasten auf dem Bildschirm wird dann nur noch angeklickt und ausgewählt, welche Funktionsbausteine erforderlich sind, und was als Endprodukt rauskommen soll. Nachdem die Auswahl aus dem Baukasten vollendet ist, erfolgt ein Klick und das Programm wird generiert. Fertig ist der Quelltext in C++, DELPHI, oder welche Programmiersprache auch immer gewünscht ist!

Die bittere Konsequenz besteht darin, dass in den meisten Fällen kein Einfluß mehr auf die Details der zu entwickelnden Software genommen werden kann, und das betrifft auch Vorgaben von Microsoft zur Barrierefreiheit. Von den Kenntnissen des Entwicklers, der sich vielleicht nur auf die Funktionalität der jeweiligen Entwicklungswerkzeuge spezialisiert hat, möchte ich in diesem Zusammenhang nicht näher eingehen.

Sicherlich ist es möglich, auch einen automatisch generierten Quelltext nachträglich anzupassen, indem die Empfehlungen von Microsoft integriert werden. Das funktioniert leider ebenfalls nicht. Die Gründe habe ich am Schluß des letzten Absatzes angedeutet.

Fazit und Empfehlung

Die Barrierefreiheit bleibt leider weiterhin auf der bekannten "Strecke"! Meine Empfehlung an Auftraggeber zur Erstellung von Anwendersoftware lautet:
Bitte hinterlegen Sie den Verweis auf die Empfehlungen von Microsoft im Pflichtenheft oder in dem abzuschließenden Vertrag!!!

1999 © Copyright by Matthias Hänel, Norderstedt
Letzte Änderung 23.10.2012