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Zu meiner Person

Über mein Leben

Die Kindheit und meine ersten Berührungen mit der Technik

Die ersten Lebensjahre verbrachte ich in der damaligen DDR am Stadtrand von Chemnitz. Bereits während dieser Zeit wurde ich mit technischen Themen konfrontiert.

Meine Eltern legten großen Wert darauf, aus dem sogenannten "Westen" informiert zu werden. Da Chemnitz nicht unmittelbar an der ehemaligen innerdeutschen Grenze liegt, mußte einiger Aufwand betrieben werden, um die relativ entfernten Radio- und Fernsehsignale aus dem Äther zu empfangen.

Somit waren schaarfbündelnde Richtantennen notwendig, um die schwachen Signale mittels Richtcharakteristik in einer einigermaßen angemessenen Feldstärke zu empfangen. Der aufwändige Aufbau dieser Antennen mit den vielen quer angebrachten Elementen beeindruckte mich sehr.

Rundfunkstationen vom Hessischen- Bayerischen und Norddeutschen Rundfunk konnten wir damals recht gut empfangen. Aber mit dem Fernsehen war es dagegen schon schwieriger. Der Standort war zu ungünstig. Schlechte Bilder und Worte im Rauschen war die Folge.

Dennoch kann ich mich gut erinnern, dass an warmen Sommerabenden oder nebeligen Herbsttagen der Empfang besser ausfiel. Um so größer war die Enttäuschung, als am Folgetag wieder nichts empfangen wurde. Warum gestern und nicht heute? Eine Beantwortung dieser Frage hatte mich damals als Kind schon sehr berührt. Viele Jahre später durfte ich erfahren, dass Inversionswetterlagen, bei denen sich warme auf kalte Luftschichten schieben, die Funkausbreitung auf Ultrakurzwelle in positiver Weise beeinträchtigen können, und somit an einigen Tagen der Empfang von entferntgelegenen Sendern eher möglich ist.

Die Behörden und der Staat der DDR selbst verfolgten damals dem Empfang von westlichen Sendern. Man mußte somit vorsichtig sein. Falls man Funkmeßwagen sah, war ein schneller Griff zum Ausschaltknopf des Radios sehr wichtig. Hier entstand für mich die nächste Frage: Alle Fenster und Türen sind geschlossen, wie könnendie auf der Straße feststellen, was wir hören? Auch in diesem Zusammenhang erfuhr ich viele Jahre später, dass der Verdacht einer verläßlichen Kontrollmöglichkeit berechtigt war. Bei der Bildung von Zwischenfrequenzen ist ein Oszilator erforderlich, dessen hochfrequente Schwingungen im unmittelbaren Umkreis des Empfängers zu empfangen sind. Die Sendefrequenz des Oszilators bietet durch eine Umrechnung Rückschlüsse auf die empfangene Nutzfrequenz.

Das Abenteuer des damals verbotenen oder unerwünschten ist vorüber. Verblieben ist die Begeisterung und das Interesse an der Ausbreitung von Funkwellen und allem, was damit verbunden ist. Lesen Sie weiter ...

1999 Copyright by Matthias Hänel, Norderstedt
Letzte Änderung 11.6.2007