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Tips und Hinweise zur Gestaltung von Internet-Auftritten

Text-Version für Blinde und Sehbehinderte

Bei einer Text-Version handelt es sich um die Darstellung eines Angebotes im Internet, bei der auf Bilder, Grafiken bzw. Images und alle schmückenden oder auflockernden Beigaben verzichtet wird. Es bleibt somit nur der reine Text des Informationsangebotes übrig. Hieraus resultiert auch besagte Bezeichnung namens "Text-Version".

Einige Anbieter von Internet-Auftritten haben ihr Entgegenkommen und Verständnis gegenüber Sehgeschädigten in der Form gezeigt, indem parallel zum "normalen" Angebot eine "Text-Version für Blinde und Sehbehinderte" zur Verfügung gestellt wird. Dies mag in einigen Fällen natürlich eine Chance darstellen, Informationen eines Anbieters überhaupt der betroffenen Zielgruppe zugänglich zu machen.

Jedoch haben systembedingt derartige Text-Versionen auch ihre Nachteile oder führen im Laufe der Zeit zu einigen Problemen. Da nämlich zwei separate Oberflächen existieren, ist nicht selten eine parallele Datenspeicherung erforderlich. Weil dies mit sogenannten Redundanzen verbunden ist, muß der Datenbestand auch zweimal gepflegt bzw. aktualisiert werden. Eine fortlaufende Abweichung ist vielfach wahrscheinlich, und wenn das WEB-Team einmal wechselt, wobei der neue Chef nicht die Hintergründe der bisherigen Text-Version kennt, fällt diese dann sogar dem "Rotstift" zum Opfer. Diese Problematik wird allerdings abgeschwächt, wenn sich die zu veröffentlichenden Informationen in einer darstellungsunabhängigen Datenbank oder einem Template befinden, auf die jede Applikationsform individuell zugreift.

Ich möchte natürlich jetzt vermeiden, Mißverständnisse aufkommen zu lassen: Wenn jemand eine parallele Text-Version bereitstellt, sollten wir gerade als Betroffene uns dankbar zeigen, um der entstandenen zusätzlichen Mühe keinen Unmut entgegen kommen zu lassen. Dennoch sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben, dass die Entwicklung einer einheitlichen Oberfläche, die alle gemeinsam nutzen können, dem Idealzustand entspricht. Blinde, Gehörlose, motorisch Behinderte, alle greifen auf eine gemeinsame Applikation zu, die natürlich auch nur einmal betreut werden muß und somit automatisch für eine Aktualität garantiert.

1999 Copyright by Matthias Hänel, Norderstedt
Letzte Änderung 21.4.2009