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Windows-Zugang für Blinde

Leistungen und Grenzen der Zugangslösungen

Erfolgreich war man bislang mit der Anbindung an Microsoft-Produkte. So ist die Benutzung von WINWORD eher mit weniger Problemen verbunden. Gleiches gilt für Excel, Microsoft Internet-Explorer und natürlich die Basisoberfläche von Windows selbst. In diesem Zusammenhang leisten Schulen und Berufsförderungswerke hervorragende Arbeit, indem sie den Umgang mit Programmen unter grafischer Oberfläche in ihre Ausbildungsprogramme aufgenommen haben. Auf diese Weise kann der Anschluß an das Umfeld in der Arbeits- und Berufswelt einigermaßen erhalten bleiben.

Allerdings verhalten sich die angebotenen Screenreader in Kombination mit Anwendungssoftware unterschiedlich, was sich besonders bezüglich der Arbeitseffektivität auswirkt. In Situationen, wo sich der eine Screenreader ausgezeichnet bewährt, versagt ein Konkurrenzprodukt kläglich. Andere Aufgabenstellungen dagegen führen zu absolut umgekehrten Ergebnissen. Im Rahmen dieses unglücklichen Zustandes kommt erschwerend hinzu, dass natürlich jeder Anbieter nur die Vorzüge seines Produktes in den Vordergrund stellt, die problematischen Aspekte muß jeder selbst herausfinden. Um in diesem Zusammenhang etwas Abhilfe zu leisten, empfehle ich die "Bug-Liste" von Dr. Rüdiger Leidner, die auf meiner Seite ebenfalls verfügbar ist.

Darüberhinaus existiert eine Restriktion, die im Kern des Anliegens steckt. Das gesunde Auge eines Menschen ist in der Lage, einen großen Bereich des Bildschirmes auf einen "Blick" zu überschauen und somit die Bedeutung von mehreren Symbolen bzw. Elementen verhältnisgerecht innerhalb weniger Sekunden zuzuordnen. Da der Blinde mittels seiner Braillezeile oder Sprachausgabe nur einen Bruchteil des gesamten Bildschirminhaltes erfaßt, können unbekannte oder umfangreiche Bildschirmdarstellungen nur mühsam erkundet werden, da ein gewisser Gesamtüberblick nicht vorhanden ist. In diesem Zusammenhang sind Softwareprodukte extrem hilfreich, die z.B. mittels der TAB-Taste den Benutzer von Element zu Element leiten, deren Bedeutung logisch abhängig ist. Einstellungen, die den File-Explorer veranlassen, jede Datei in einer separaten Zeile darzustellen, sind extrem nützlich. Softwarepakete, welche derartige Features nicht bieten, sind für Sehgeschädigte auch unter Verwendung der besten Screenreader nahezu unbrauchbar.

1999 Copyright by Matthias Hänel, Norderstedt
Letzte Änderung 13.7.2003