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Zeitschriften und Hörbücher für Blinde und Sehbehinderte

Hörbücher auf CD-ROM

Seit einigen Jahren gibt es im Buchhandel parallel zu gedruckten Werken eine interessante Alternative. Die Ecken und Regale, wo sich Hörbücher befinden, werden ständig größer. Marktziel dieser auf CD-ROM gespeicherten Bücher sind nicht Blinde. Diese haben auch in diesem Bereich des Handels aus Marketinggesichtspunkten absolut keinen Stellenwert. Die Werbung spricht hingegen sehende Menschen an, die sich beim Autofahren oder mal so zwischendurch zeitsparend ein Buch "reinziehen" sollen. Manchmal sind diese Hörbücher von den Autoren selbst aufgelesen. Oft gibt es auch eine Art von Hörfassung, die mittels Geräuschen, Klängen und anderen Effekten akustisch angereichert wird.

Auch wenn der Handel Blinde als Zielgruppe nicht beachtet, können diese Hörbücher von diesem Personenkreis durchaus genutzt werden. Das Format dieser auf Silberscheiben gespeicherten Darbietungen gleicht der Technik von Musik-CDs. Es können zum Abspielen normale Stereoanlagen oder separate CD-Player verwendet werden. Spezielle MP3-Player sind hierfür nicht erforderlich, man kann diese jedoch auch einsetzen.

Gegenüber MP3 ist die Speicherkompression auf normalen Audio-CDs nicht sehr hoch. Deshalb reicht eine CD für ein Hörbuch oft nicht aus. Nicht selten werden 8 oder mehr Silberscheiben benötigt, auf denen die gesamte Hördarbietung verteilt ist.

Die Aufteilung eines Hörbuches auf mehrere Datenträger kann für Blinde problematisch sein, denn es ist keine taktile Numerierung auf den Scheiben angebracht. Den Grund der fehlenden Taktilen Kennzeichnung habe ich hier bereits ausgeführt. Die Verlage interessiert es nicht, ob Sehgeschädigte mit den Produkten zurechtkommen.

Dennoch ist der Umgang mit den CDs für Blinde nicht aussichtslos. Man darf nicht alle Scheiben aus der Box entfernen, um diese beispielsweise auf den Tisch zu legen. So verliert man eine sinnvolle Hörreihenfolge, die nicht so ohne weiteres wieder in den Griff zu bekommen ist. Empfehlenswert hingegen ist, nur das aus der Box herauszunehmen, was man entsprechend der Reihenfolge zu hören hat. Alternativ können auch die Verpackungsschachteln mit aufgeklebten Zetteln gekennzeichnet werden, auf denen sich Blindenschrift befindet, die man für diesen Zweck einmalig selbst schreibt.

Falls man eine kleine Hörbibliothek zusammengesammelt hat, und einige Bücher nicht mehr hören mag, besteht die Möglichkeit, sich mittels einer Tauschaktion im Netz andere Werke zu besorgen. Der Auftritt heißt Tauschticket und ist glücklicherweise wohl eher zufällig barrierefrei.

Der Quermarken-Verlag ist ein kleiner aber sehr interessanter Anbieter für Hörbücher auf CD-ROM mit einer übersichtlichen und barrierefreien Homepage.

Gleiches gilt für das Angebot unter dem Titel
HOERDEUTSCH.

1999 © Copyright by Matthias Hänel, Norderstedt
Letzte Änderung 29.7.2016